Da ich eine Ausbildung mache und zu einer Ausbildung auch immer Berufsschule gehört, bin ich hin und wieder auch in selbiger. Ich bin ganz froh, dass es immer nur Blockunterricht ist und wir alle paar Monate nur ca. 3 Wochen haben. Ich bin nicht der größte Fan von Schule. Vor allem ist die Schule in Farmsen eine Stunde von meiner Wohnung in Niendorf entfernt. Darum heißt es jeden Morgen früh aufstehen.
Jedenfalls müssen wir zu jedem Blockende einen Film in Gruppen machen. Jeweils zu verschiedenen Themen. Das macht mal mehr und mal weniger Spaß. Dieses Mal war das Thema Werbespot und da unsere Schule einen Deal mit einer bekannten Keksfirma aushandeln wollte, war das genaue Thema eben ein Werbespot über einen Keks. Das am Ende nichts aus dem Deal geworden ist, brauche ich hier eigentlich gar nicht erwähnen.
Wir haben uns also in unserer Stammgruppe hingesetzt und überlegt was wir machen könnten. Nach einigem hin und her, haben wir uns für eine einfache, aber effektive entschieden.
Eine Sportlerin sollte durch die Weltgeschichte laufen und nach einer Weile ist sie dann erschöpft, möchte sich erfrischen, damit sie weiterlaufen kann. Sie trinkt beim Laufen einen Schluck Wasser, doch das erfrischt sie nicht. Dann holt sie aus ihrer Bauchtasche Erfrischungsstäbchen, beißt genüsslich hinein und danach fühlt sie sich wie neugeboren, frisch und erholt. Sie rennt weiter mit der neuen Power. Soweit die Idee.
Dann war noch die Überlegung mit was für Equipment wir drehen. Von der Berufsschule konnten wir nur die DVC Pro Kameras bekommen, die noch 4:3 machen. Nicht grade Werbetauglich. Vom Chip ganz abgesehen, der zu klein für ordentliche Tiefenschärfe ist.
Da ich mir zu meinem Geburtstag im Mai die 5D Mark II gekauft habe, fiel die Entscheidung auf die Kamera. Das war mein erster richtiger Dreh damit. Leider hat keiner von uns Making Off Fotos gemacht. Wir hatten nicht viel, nur die Kamera, das 24-70mm 2,8 ein Stativ und das war’s. Wir haben im Hamburger Stadtpark gedreht, die Sonne schien und da ich noch keinen ND-Filter hatte, mussten wir uns in den tiefsten Schatten verkriechen, da sonst Blende 16 erforderlich gewesen wäre und die Tiefenschärfe zu klein für Film- und dementsprechend auch Werbelook gewesen wäre.
Dadurch, dass der Spot nur von Musik und Sprecher getragen werden sollte, gibt es fast keine Umgebungsgeräusche. Die wurden auch nur mit dem internen Kameramikrofon aufgenommen, einfach aus dem Grund, weil ich noch kein Tonequipment hatte.
Nach ca. 3 Stunden waren wir mit den gewünschten Aufnahmen fertig, nur die Szene, die wie eine Traumwelt sein sollte und Anja (die Joggerin) von Wasser bespritzt werden sollte, gefiel uns überhaupt nicht. Deswegen drehten wir einige Tage später noch einige zusätzliche Szenen.
Dann wurde alles zusammengeschnitten, mit Musik unterlegt und der Sprechertext drüber gelegt. Fertig war unser Werbespot.
Hier könnt ihr ihn euch jetzt ansehen.
Leider haben wir dafür keine 1 bekommen, da es die Lehrer gestört hat, dass Anja die Flasche wegwirft und nicht in einen Mülleimer und das sei nicht werbefähig. Na gut, die werden es schon wissen…









